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2018 - Exkursion nach Ostritz

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DSC08032Der erste Tag startete für die 12. Jahrgangsstufe schon sehr früh. Am 16. April trafen wir uns 7 Uhr auf dem Schulhof, bis der Reisebus kam und es dann endlich losging. Erster Stopp war nach ca. 1 ½ Stunden in Senftenberg, alle waren sehr gespannt auf die bevorstehenden Vorträge und Führungen in der Universität Senftenberg. Neben Vorträgen zur Nutzung von Algen auf verschiedenste Weise und der „Biochemie der Liebe“ für die gesamte Jahrgangsstufe ging es gruppenweise in verschieden Labore zur Besichtigung. Um viele Eindrücke reicher ging die Fahrt am Mittag weiter nach Welzow in den Tagebau.

In Mannschaftstransportwagen wurde uns das riesige Areal gezeigt, wo seit vielen Jahrzehnten Braunkohle abgebaut wird. Für uns war es unbegreiflich, was Menschen mit der Natur anrichten können. Dennoch wurde uns auch gezeigt, dass man die Flächen rekultiviert. Wir konnten Wälder, Weinberge und Baggerseen sehen, die nach dem Abbau der Kohle angelegt wurden. Trotz des schlechten Wetters waren wir sehr beeindruckt von diesem Ausflug nach Welzow, bei dem wir durch die netten Mitarbeiter viel gelernt haben.

Am späten Nachmittag kamen wir dann endlich im Kloster an, was uns direkt die Sprache verschlagen hat. Es war sehr idyllisch, direkt an der Neiße und sehr ruhig. Wir bekamen unsere Zimmerschlüssel, aßen zu Abend und bekamen dann noch eine sehr interessante Klosterführung, in der wir viel über die dort lebenden Nonnen und die Geschichte der Gebäude erfahren haben. Den Abend verbrachten viele von uns in der Klosterschenke vor Ort oder am Ufer der Neiße, wo man sich über die gesammelten Gedanken des Tages austauschte.

Der zweite Tag unserer Studienfahrt nach Ostritz begann mit dem Thema „Europa“. Zu erst mussten wir uns zu verschiedenen Themen positionieren und unsere Meinung im Rahmen unseres Klassenverbandes begründen. Im Anschluss folgten verschiedene Stationen, bei denen wir spielerisch Begriffe kennenlernten, erklärten und darstellen mussten. Aufgeklärt über diverse Thematiken bezüglich der EU, stellten wir uns am Ende des Workshops einem Quiz.

Es folgte das Mittagessen und danach eine kleine Verschnaufpause, bevor uns die Stadt Ostritz als „Energieökologische Modellstadt“ vorgestellt wurde. Wir erfuhren wie Wind, Wasser und andere alternative Energien zur Stromerzeugung genutzt werden können und welche Ansätze mit einer ökologischen Energiegewinnung verfolgt werden. Mit einer Vorstellung des Sägewerkes, in dem die Wasserkraft effektiv genutzt wird, wurde die ganze Thematik veranschaulicht. Dabei wurden nicht nur Vorteile von ökologischer Energiegewinnung aufgezeigt, sondern auch die Schattenseiten. Am Beispiel des Sägewerkes wurde u.a. erklärt wie diese Nachteile vermindert und auch eingeschränkt werden können. In diesem Zuge lernten wir auch die Fischtreppe in der Neiße neben dem Sägewerk kennen, welche aufgrund der veränderten Wasserströmungen errichtet werden musste.

Der nächste Programmpunkt an diesem Tag lautete „Biomasse im Heizwerk“. Nach einem 30 minütigem Laufweg kamen wir im Heizwerk an. Die Gerätschaften und Abläufe des Heizwerkes wurden uns ausführlich erläutert und auch alle Fragen bezüglich dieser umweltfreundlicheren Alternative beantwortet. Dennoch spielt nicht nur die ökologische Energiegewinnung in Ostritz eine Rolle, sondern auch die ökologische Abwasserentsorgung. Aus diesem Grunde besuchten wir die Pflanzenkläranlage in St. Marienthal. Sie ist zuständig für ca. 70 Häuser, welche rund um das Kloster stehen. Die Bakterien in Verbindung mit den Schilfpflanzen sorgen dafür, dass das Abwasser gereinigt wird .

Mit dem 18.04.2018 startete der dritte Tag unserer Exkursion. Nach dem leckeren, vielfältigen Frühstück packten alle ihre Koffer und machten sich auf den Weg zum Bus, mit welchem wir nach Görlitz fuhren. Die Stadt Görlitz ist eine Europastadt. Dort unternahmen wir einen Stadtrundgang und später besichtigten wir die Landskron-Brauerei.

Mit der Ankunft des Busses in Görlitz begannen wir die Stadtführung bei schönstem Sonnenschein. Die Stadtführung war sehr interessant und ging ca. 2 Stunden. Wichtige Sehenswürdigkeiten dabei waren zum Beispiel der Flüsterbogen, das Gerhart-Hauptmann-Theater und die Besichtigung des damaligen deutsch-polnischen Handelsweges. Die Altstadtbrücke verbindet den deutscen und polnischen Teil von Görlitz. Görlitz ist für seine gut erhaltene Altstadt bekannt, deren Gebäude aus verschiedenen Epochen stammen und eine Vielfalt an Architekturstilen aufweisen, wie zum Beispiel das alte Rathaus.

Anschließend an die Stadtführung fand sich der BT-Kurs an der Landskronbrauerei ein. Uns empfing ein netter älterer Mann, der ein ehemaliger Mitarbeiter der Brauerei ist. In der großen Einfahrt informierte er uns sowohl über die Entstehung der Brauerei als auch über die Geschichte der Gebäude. Als nächstes besichtigten wir das Nebengebäude, dort zeigte er uns die Maisch-Pfanne, den Läuterbottich und erklärte die Würzgebung an Hand von Anschauungsmaterial. Wir setzten unsere Führung im Hauptgebäude fort. Dort besichtigten wir die Gärbecken und thematisierten die Besonderheiten der CO?-Absaugung und der Fuselöle. Im Keller dieses Gebäudes erkundete der Kurs das Bierlager. Als letzten Punkt der Führung befassten wir die Reinigung und Abfüllung des Bieres in Flaschen und Fässer. Am Ende der zweistündigen Führung folgte die Verkostung der brauereieigenen Biersorten. Dazu gab es Brezeln, Knacker und saure Gurken. Als Andenken an die Führung durften wir ein Bierglas der Brauerei als Souvenir mit nach Hause nehmen.

Nachdem wir den AG-Kurs in Görlitz abgeholt hatten, traten wir die Heimfahrt nach Dresden an. Gegen 18 Uhr erreichten sowohl die Schüler als auch die Lehrer wohlauf den Schulhof. Es war ein gelungener letzter Tag der Exkursion.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, dem 27. Juni 2018 um 11:19 Uhr