Bericht FÖJ 2014/15

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Den ganzen Tag Gartenarbeit? Das kann doch irgendwann keinen Spaß mehr machen!bild1

So hätte ich vor einigen Monaten wahrscheinlich reagiert, da hatte ich mein FÖJ hier am BSZ aber auch noch nicht angefangen.

Ich heiße Meike, bin 18 Jahre alt und habe im Jahr 2014 mein Abitur gemacht. Danach wusste ich leider noch nicht, wie es bei mir weitergehen sollte. Zudem wollte ich ein bisschen Abstand vom Schul- und Lernalltag bekommen. Im Internet bin ich dann auf das Freiwillige Ökologische Jahr – kurz FÖJ – aufmerksam geworden und in meiner Einsatzstelle hier am Beruflichen Schulzentrum gelandet.

Mein Hauptaufgabenbereich ist der Garten für Nachwachsende Rohstoffe. Dieser dient der Schule zur Veranschaulichung verschiedener Pflanzen, von Leguminosen über Faserpflanzen bis hin zu den unterschiedlichen Getreidearten. Die Pflege dieser Pflanzen liegt in meiner Hand und ich bin für das Einsäen, Pflegen und Ernten verantwortlich. Natürlich ist das alleine ziemlich viel, weshalb in regelmäßigen Abständen Klassen, aber vor allem die Auszubildenden des BSZ vorbeikommen, um mir zu helfen und mich zu unterstützen. Neben der typischen Gartenarbeit, wie Unkraut jäten und Rasen mähen, musste ich in den Wintermonaten das neue Saatgut organisieren und konnte eine Projektarbeit anfertigen. Im Zuge dieser Arbeit habe ich die im ehemaligen Melkerhaus vorhandene Ausstellung zu den nachwachsenden Rohstoffen aufgeräumt, sortiert und ein bisschen neu gestaltet. Auch wenn das viel Spaß gemacht hat, war ich froh, als die wärmeren Monate wieder vor der Tür standen. Zu sehen, dass die Einsaaten auch wirklich aufgehen, wachsen, blühen und später Früchte tragen macht einen dann doch ein bisschen stolz und man sieht, dass sich die Arbeit gelohnt hat.

Alles in allem bin ich sehr froh, mich für ein FÖJ entschieden zu haben und sehr glücklich es hier am BSZ machen zu dürfen, da ich in den letzten Monaten nicht nur viel über Pflanzen gelernt, sondern auch einen Einblick in die Landwirtschaft bekommen habe. Zudem hat mir dieses Jahr für meine Zukunftsplanung sehr weitergeholfen. Durch die Seminarwochen (in denen man einen Einblick in unterschiedliche Bereiche der Umwelt, Natur und Biologie erhält), das Auseinandersetzen mit dem nachhaltigem Anbau von Pflanzen und die Gartenarbeit habe ich ein ganz anderes Bewusstsein für diese Dinge bekommen und möchte mich in meiner Zukunft noch intensiver damit beschäftigen. Aus diesem Grund habe ich mir vorgenommen Umweltwissenschaften zu studieren.

Ach ja, langweilig ist es im FÖJ – Jahr übrigens garantiert nicht geworden und die Gartenarbeit macht auch Spaß, weil man in einem so großen Garten viel Abwechslung reinbringen kann.

Meike


Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, dem 10. August 2017 um 11:32 Uhr