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Berufsschule - Gärtner

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Die Tätigkeiten eines Gärtners werden im Wesentlichen von der gewählten Spezialisierungsrichtung bestimmt. Den produzierenden Bereich unterteilt man in vier Fachgebiete:

  • Ein Zierpflanzengärtner ist verantwortlich für die Anzucht, Weiterkultur und Vermarktung eines breiten Zierpflanzensortiments. Die Kundenberatung und der Verkauf bereichern das Aufgabenfeld ebenso wie der Umgang mit moderner Technik.
  • In der Jungpflanzenanzucht, bei der Pflanzung, Pflege sowie Ernte von Gemüse unter Glas und im Freiland findet man den Gemüsegärtner. Maschinen und Geräte werden in vielen Bereichen eingesetzt. Dabei stehen umweltschonende Produktionsverfahren im Mittelpunkt.
  • Verschiedene Anzuchtverfahren, die Weiterkultur und der Verkauf von Zier- und Obstgehölzen stehen im Mittelpunkt der Tätigkeit des Baumschulgärtners. Bei den größtenteils im Freiland stattfindenden Arbeitsabläufen wird oft moderne Technik eingesetzt.
  • Staudengärtner befassen sich mit der Anzucht und Pflege von winterharten Stauden und Kleingehölzen. Unterschiedliche Ansprüche der zahlreichen Arten verlangen fachspezifische Kenntnisse. Verkauf und Kundenberatung erweitern das Aufgabengebiet.

Komplettiert wird das Berufsbild durch zwei Bereiche des Dienstleistungssektors.

  • Die Garten- und Landschaftsbauer errichten und pflegen Grünanlagen im privaten sowie im öffentlichen Bereich. Vermessung, Erdarbeiten, Naturstein- und Holzverarbeitung, Pflanzarbeiten sowie Kundenberatung sind nur einige Aufgabenfelder dieses vielseitigen Berufes.
  • Neben der Anzucht friedhofstypischer Kulturen beschäftigt sich der Friedhofsgärtner vorrangig mit der Neuanlage von Grabstätten, deren Dauerpflege aber auch mit der Pflege der gesamten Friedhofsanlage. Einfühlungsvermögen bei der Kundenberatung und handwerkliche Fähigkeiten bei der Anfertigung von Trauerfloristik zeichnen ihn aus.

Im Schuljahr 2018/2019 erhalten an unserer Schule 235 Jugendliche, die den Beruf eines Gärtners erlernen, theoretischen Unterricht. Damit ist die Gärtnerische Berufsschule in unserem Schulzentrum die größte ihrer Art im Freistaat Sachsen.

Die dreijährige Lehrzeit erfolgt im dualen System. Sie gliedert sich in die praktische Ausbildung in den Betrieben sowie in die theoretische Ausbildung an unserer Schule. In jedem Lehrjahr werden 13 Schulwochen (sächsische Verwaltungsvorschrift) im Blockunterricht absolviert. Dieser beinhaltet Fächer der Allgemeinbildung sowie der Fachkunde. Für alle Fachrichtungen erfolgt eine gleiche Grundlagenausbildung im 1. Lehrjahr. Das 2. und 3. Ausbildungsjahr ist der Vermittlung von fachrichtungsspezifischem Wissen vorbehalten. Die praktische Ausbildung in den Betrieben wird durch spezielle Lehrgänge in überbetrieblichen Ausbildungsstätten ergänzt.

Falls Sie an einer Ausbildung zum Gärtner interessiert sind, bewerben Sie sich in einem Ausbildungsbetrieb, mit dem Sie dann einen Ausbildungsvertrag abschließen. Auskunft über weitere Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, erhalten Sie in den zuständigen Landratsämter.

Damit wir eine entsprechende Klassenbildung vornehmen und den Betrieben den Blockplan der schulischen Ausbildung für 2019/2020 rechtzeitig zuschicken können, bitten wir die Ausbildungsbetriebe, möglichst bald ihre Lehrlinge an unserer Berufsschule anzumelden (bis Juni 2019).

Bei erfolgreichem Abschluss der Berufsausbildung kann an unserem Schulzentrum die einjährige Fachoberschule mit dem Ziel des Erwerbs der Allgemeinen Fachhochschulreife absolviert werden.

Zuletzt aktualisiert am Montag, dem 08. Oktober 2018 um 09:19 Uhr