Im Freistaat Sachsen wurden mit dem Schuljahr 1992/93 Berufliche Schulzentren (BSZ) eingerichtet. Aus der Berufsschule für Land - und Forstwirtschaft Dresden - Roßthal und der Gärtnerischen Berufsschule Dresden - Sporbitz wurde ab 01.09.1992 das Berufliche Schulzentrum für Agrarwirtschaft Dresden gebildet. Das ca. 5,5 ha große Objekt im Südwesten der sächsischen Landeshauptstadt, in Dresden - Roßthal, wurde als Hauptsitz des neuen BSZ festgelegt mit der klaren Option, dass alle Ausbildungsgänge hier konzentriert unterrichtet werden sollen. Damit ist grundsätzlich eine hervorragende Ausgangsposition mit entsprechender Größe und Lage des Schulobjektes für ein solches Zentrum vorhanden.
Allerdings war allen Verantwortlichen klar, dass im baulichen Bereich in Roßthal einiges neu geschaffen werden musste. Deshalb wurde entschieden, dass das Schulgebäude in Dresden - Sporbitz, Am Werk 1, als Außenstelle zunächst weiter geführt wird. Auch die schulische Lehrgärtnerei in Dresden - Hosterwitz gehörte vor allem für die gärtnerische Ausbildung zunächst zu unserem neuen BSZ.
Das Schulverwaltungsamt (SVA) der Stadt Dresden blieb auch als Träger für das Wohnheim in Roßthal verantwortlich.
Die Schulleitungen der Beruflichen Schulzentren wurden neu bestellt. Die Kandidaten mussten sich zur Anhörung den Schulkonferenzen stellen. Roland Kühne (Absolvent von 1970), dessen Sohn Mike seit September 1991 im Agrarwissenschaftlichen Gymnasium lernte, war als Elternratsvorsitzender gleichzeitig Vorsitzender unserer Schulkonferenz. In der Beratung der Schulkonferenz wurden, so wie es dem Vorschlag entsprach, Bernd Etzold als Schulleiter und Werner Schulze als Stellv. Schulleiter bestätigt.
Von den nach sächsischen Schulgesetz möglichen fünf Schularten wurden an unserem BSZ drei Schularten ganz speziell für das Berufsfeld XIII (Agrarwirtschaft) etabliert:
Berufsschule (BS)An erster Stelle ist natürlich die Berufsschule mit den neuen bundesdeutschen Berufsbezeichnungen zu nennen.
- Landwirt
- Tierwirt (Der Bedarf zum damaligen Zeitpunkt war eher gering, im Bereich Geflügelzucht wurden an unserer Schule noch einige Jugendliche ausgebildet)
- Pferdewirt (Die Lehrlinge aus Thüringen wurden bei uns in einer länderübergreifenden Fachklasse mit unterrichtet)
- Forstwirt (Das sächsische Kultusministerium legte fest, dass die Forstwirte nur noch in Morgenröthe - Rautenkranz unterrichtet werden. Das bedeutete, dass im Schuljahr 1992/93 die letzten Forstwirte zu uns in die Schule gingen.)
- Gärtner (Der Unterricht in allen Fachsparten wurde bei uns eingerichtet)
- Winzer (2 - 3 Winzer werden jährlich in Sachsen ausgebildet. In der Grundstufe, 1.Lehrjahr, wurden sie in unseren Gärtnerklassen unterrichtet, in den Fachstufen länderübergreifend in Heilbronn)
- Florist (Für den Beruf des "Blumenbinders" war von Anfang an ein sehr großes Interesse da)
Berufliches Gymnasium (BGy)
Bereits 1991 begannen wir in der Nachfolge zur BmA in der Schulart"Berufliches Gymnasium" zu unterrichten. Zwei "Agrarwissenschaftliche Gymnasien" wurden in Sachsen etabliert (bei uns in Dresden - Roßthal und in Markleeberg). Nachdem im Schuljahr 1991/92 die Anzahl der Bewerbungen für das Bilden von zwei Klassen ausreichte, war das Interesse der Jugendlichen für unser Agrarwissenschaftliches Gymnasium nun so groß, dass wir 1992 mit drei 11. Klassen beginnen mussten (insgesamt 78 Schüler).
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Unsere Klasse AG 11 a von 1992 mit ihrer Klassenlehrerin Frau Kästner |
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Unsere Klasse AG 11 b von 1992 mit ihrer Klassenlehrerin Frau Stephan |
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Unsere Klasse AG 11 c von 1992 mit ihrer Klassenlehrerin Frau Bernert |
Fachoberschule (FOS)
Vor allem in Triesdorf (Bayern) lernten wir die Schulart Fachoberschule kennen. Das Sächsische Kultusministerium entschied, dass in unserem BSZ die einzige Fachoberschule in Sachsen mit der Profilrichtung Agrarwirtschaft eingerichtet wurde. Dass der Bedarf an einer solchen Schulart bei uns dringend erforderlich war, zeigte sowohl die Aufnahme der zweijährigen als auch der einjährigen Ausbildung 1992.
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Unsere Klasse FOS 12L(einjährig) von 1992 mit ihrem Klassenlehrer Herrn Tober |
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Unsere Klasse FOS 11 von 1992 mit ihrem Klassenlehrer Herrn Stephan |
Berufsfachschule (BFS)
Ursprünglich war angedacht, dass in der hauswirtschaftlichen Richtung eine Ausbildung für "ländliche Hauswirtschafterinnen" begonnen werden sollte. Da die Hauswirtschaft einem anderen BSZ zugeordnet wurde, war kein Bedarf für die Bildung einer BFS gegeben.
Fachschule (FS)
Wie bereits erwähnt, wurde in der Organisation der Fachschule für Agrarwirtschaft in Sachsen ein besonderer Weg eingeschlagen. Die Schulträgerschaft blieb im Fachministerium (SMUL). Wir arbeiten besonders eng mit den Fachschulen in Freiberg - Zug und Pillnitz zusammen.
- BmA: Das letzte 3. Lehrjahr begann am 01.09.1992 seinen Unterricht.
- V - Klasse: Die letzte 10. Klasse mit 28 Schülern nahm mit ihrem Klassenlehrer Dieter Bartneck Unterricht auf.
- Polizeireiterstaffel: Der 1. Lehrgang für die neu zu bildende sächsische Reiterstaffel wurde in Roßthal durchgeführt.
- Umschulung - Florist: Eine Klasse Umschüler für den Beruf Florist erhielt in Sporbitz Unterricht.
Die musische Ausbildung an beruflichen Schulen kam zu DDR - Zeiten zu kurz. In den beruflichen Gymnasien wurden die Unterrichtsfächer "Musik" und "Bildende Kunst" eingeführt. Am 01.08.1992 begann die Fachlehrerin für Kunsterziehung Michaela Bartneck ihre Tätigkeit an unserer Schule.
Ab 13.08.1992 verstärkte die Deutschlehrerin Regina Möschl unser Lehrerkollegium.
Ihre zweijährige Referendariatszeit begann Kathrin Kretzschmar mit Beginn 1992/93 in der Agrarwirtschaft (Landwirtschaft).
Das Lehrerkollegium unseres Beruflichen Schulzentrums setzte sich ab 01.09.1992 folgendermaßen zusammen:
- Bartneck, Dieter
- Bartneck, Michaela
- Bernert, Heike
- Blümel, Christa
- Brumme, Margit
- Dick, Kerstin
- Dietrich, Renate
- Dittfurth, Otto
- Donat, Brigitte
- Drobisch, Gerlinde
- Ehrlich, Thomas
- Etzold, Bernd
- Feuker, Klaus - Dieter
- Hermann, Iris
- Horstmann, Beate
- Jähne, Bernd
- Kästner, Brigitte
- Kluge, Georg
- Kretzschmar, Kathrin
- Möschl, Regina
- Neundorf, Ullrich
- Odrich, Dieter
- Quosdorf, Ute
- Richter, Sabine
- Smylla,Herbert
- Schulze, Christine
- Schulze, Jörg
- Schulze, Werner
- Sohrmann, Barbara
- Stephan, Andrea
- Stephan, Gisa
- Stephan, Thomas
- Stockmann, Bernd
- Tober, Olaf
- Töpfer, Eva - Maria
- Torke, Katrin
- Winkler, Frank
Barbara Sohrmann beendete am 31.12.1992 ihre Tätigkeit an unserer Schule. Dafür verstärkte Kathrin Köhler ab 01.01.1993 als Lehrerin die Ausbildung unserer Floristen.
Zum Kollegium gehörten nach wie vor die Erzieher vom Wohnheim Roßthal:- Albinus, Kati
- Horn, Wolfgang
- Jähne, Barbara
- Stolle, Franz
Die Lehrgärtnerei Hosterwitz wurde nun doch vom Schulträger, dem Schulverwaltungsamt Dresden, von unserer Schule losgelöst und dem SUFW übergeben. Es wurde auf die Option verwiesen, dass auch die Gärtner bald in Roßthal ausgebildet werden sollen. Allerdings wird zz. noch immer (2005/2006!) die "experimentelle Fachkunde" von unseren Lehrern in Hosterwitz durchgeführt.
Auf dem Foto ist das Kollegium 1992/93 zu sehen, es fehlen Thomas Ehrlich, Beate Horstmann, Ullrich Neundorf, Ute Quosdorf, Christine Schulze, Barbara Sohrmann, Bernd Stockmann, Katrin Torke, Kati Albinus und Barbara Jähne.
Das gesamte Lehrerkollegium stellte sich den neuen Herausforderungen in hervorragender Art und Weise. Es mussten auch neue innerschulische Strukturen geschaffen werden. Da die Verbindung mit Baden - Württemberg bestand, bildeten wir analog wie in diesem Bundesland üblich, Fachabteilungen und bestimmten dazu Fachabteilungsleiter (bzw. später Fachleiter). Dieser Aufgabe stellten sich für das Agrarwissenschaftliche Gymnasium Herbert Smylla, für die Fachoberschule und "Landwirtschaftliche Berufsschule" (Land -, Tier-, Pferdewirt) Margit Brumme und für die "Gärtnerische Berufsschule" (Gärtner, Floristen) Gisa Stephan. Ohne Anerkennung als Funktionsstelle (nur mit einigen wenigen Anrechnungsstunden bedacht) bauten diese Lehrer(innen) über mehrere Jahre hinweg ihren Bereich mit außerordentlichen Engagement immer mehr aus. Gisa Stephan gebührt besonderer Dank dafür, dass sie auch noch als Leiterin der Außenstelle die Verantwortung über den sächlichen Bereich von Sporbitz übernahm.
Nicht nur der Schulleiter, sondern auch andere Lehrer besuchten unsere Partnerschule in Ettlingen. Vor allem im Austausch bzgl. des AGy wurden schnell Kontakte geschlossen. 1992 nahmen Herbert Smylla und Bernd Jähne das erste Mal an der Fortbildungsveranstaltung der Agrarwissenschaftlichen Gymnasien Baden - Württembergs teil. Hier entstand eine enge kontinuierliche Zusammenarbeit für das Profilfach "Agrartechnik mit Biologie" und in jüngster Zeit auch für die "Biotechnologie". Bernd Jähne und Margit Brumme sind ständige Teilnehmer an dieser Veranstaltungsreihe.
Das Lehrerkollegium unseres BSZ wurde zu einem Gegenbesuch an die Bertha - von - Suttner - Schule nach Ettlingen eingeladen. Da das Oberschulamt Dresden darauf drängte, dass möglichst wenig Unterricht ausfällt, konnten nur 19 Pädagogen zu dem Arbeitsbesuch nach Ettlingen vom 18.11. - 20.11.1992 fahren: Dr. Dieter Bartneck, Michaela Bartneck, Margit Brumme, Renate Dietrich, Otto Dittfurth, Gerlinde Drobisch, Bernd Etzold, Klaus - Dieter Feuker, Iris Hermann, Barbara Jähne, Bernd Jähne, Brigitte Kästner, Christine Schulze, Jörg Schulze, Werner Schulze, Herbert Smylla, Olaf Tober, Katrin Torke, Frank Winkler.
Der Arbeitsbesuch wird zu einer echten Bildungsreise. Neben Hospitationen, Auswertungen und Beratungen wird auch u. a. eine Fahrt nach Strassburg organisiert. Fast alle Dresdner Kollegen sind nun zum ersten Mal in Frankreich.
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links oben: Schulleiter Otmar Gutmann von der Bertha - von - Suttner - Schule mit uns vor dem Strassburger Münster rechts oben: Renate Dietrich, Herbert Smylla und Otto Dittfurth fühlen sich sichtlich wohl links: Kolleginnen von Ettlingen und Roßthal gemeinsam in Strassburg |
Unmittelbar nach der Gründung des BSZ denken alle Kolleginnen und Kollegen über einen Namenspatron für unsere Schule nach. Nach unterschiedlichen Vorschlägen stimmt die Mehrzahl für "Justus von Liebig". Auf unseren Antrag vom 03.11.1992 erhalten wir am am 09.03.1993 von unserer Schulverwaltungsbehörde, dem Schulverwaltungsamt Dresden, die Genehmigung zum Führen dieses Namens. Im Briefkopfbogen steht nun unser neuer Name:

Nach mehreren vorbereitenden Beratungen war es am 1. April 1993 so weit: Es fand die Gründungsversammlung des Vereins "Freunde und Förderer des Beruflichen Schulzentrums für Agrarwirtschaft JUSTUS VON LIEBIG" - FFJvL - statt.
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| Auszug aus dem Protokoll der Gründungsversammlung | Antrag zur Eintragung in das Vereinsregister | Bescheinigung der Eintragung in das Vereinsregister |
Es stand die erste Abschlussprüfung für die Fachhochschulreife in Sachsen bevor. Die Prüfungen wurden nach dem Vorbild des Freistaates Bayern vorbereitet. Unsere Fachlehrerin für Englisch Brigitte Kästner wurde Mitglied im bayerischen Aufgabenausschuss und bereitete gemeinsam mit den Kollegen aus Bayern die Prüfungsaufgaben für 1993 vor.
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Bereits im ersten Durchgang unseres Agrarwissenschaftlichen Gymnasiums wurde Projektunterricht durchgeführt. In den darauf folgenden Jahren entwickelte sich die Projektwoche in der 12. Jahrgangsstufe zu einer schönen Tradition. 1992/93 wurden die beiden Projekte "Wasserverschmutzung an der Elbe - Vergleich mit anderen Flüssen Europas" und "Auswirkungen der touristischen Erschließung der sächsischen Weinstraße auf das Biotop Weinberg" bearbeitet. Die Schülerinnen und Schüler waren mit dem Faltboot auf der Elbe unterwegs, gestalteten ausgedehnte Radtouren entlang der Elbe, führten mit Hilfe des ausgeliehenen Umweltmobils die Analysen durch und waren im Weingut in Radebeul aktiv. In der "Sächsischen Zeitung" wurde über die Projektdurchführung berichtet: |
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Die sächsische Landeshauptstadt Dresden erhielt die Chance, sich für die "Internationale Gartenbauausstellung 2003" vorzubereiten. Als erster Standort wurde Roßthal favorisiert, unser Schulobjekt wurde als "Eingang" zur IGA vorgesehen. Man wollte mit einem "Dresdner Westpark" die Möglichkeit einer gelungenen Verbindung Freizeit - und Gartengestaltung mit dem Neubau der Prager Autobahn nachweisen. Der Dresdner Oberbürgermeister Herbert Wagner war zweimal persönlich vor Ort um sich mit den Gegebenheiten vertraut zu machen. Die Riesenchance (auch für die Profilierung unseres BSZ) wurde leider vergeben. Das Ostragehege wurde als Alternative vorgeschlagen und dann fand sogar eine grundsätzliche Absage für die Organisation der IGA statt. Zur Gestaltung der IGA war bereits ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Als bestes ostdeutsches Architektenprojekt für die IGA wurde der von Professor Dr. Wolfgang Fischer (Absolvent unserer Schule 1971) und Thomas Nickel (Absolvent unserer Schule 1977) eingebrachte Vorschlag favorisiert.
In Ost und West wurden in den vergangenen Jahrzehnten Berufswettbewerbe durchgeführt. Nun fanden endlich wieder gesamtdeutsche Wettbewerbe statt. In den "grünen Berufen" finden aller zwei Jahre BWB mit dem finalem Höhepunkt des Bundesentscheides statt. Nach zaghaften Beginn 1991 (wir hatten immerhin mit einem 11. Platz im Einzel - Wettbewerb mit Christiane Günther im gärtnerischen Bereich im Bundesfinale in Dortmund gar nicht so schlecht abgeschnitten), stiegen wir nun 1993 voll ein. Chris Ekelmann belegte bei den Landwirten im Landesentscheid in Köllitsch einen 2. Platz und die Gärtnermannschaft mit Katrin Stein(Floristin), Stefan Nitzsche und Thomas Kubetzki errang im Bundesentscheid in Stuttgart einen 10. Platz. Den "Knüller" schossen die Pferdewirte ab. Im Bundesentscheid im Landgestüt Dillenburg (Hessen) belegten sie mit Marko Hartmann, Enrico Schoebel und Christiane Paul den 1. Platz und sorgten bundesweit für großes Aufsehen.
Die Absolventinnen der Roßthaler Schule von 1991 Annekathrin Kautz und Vicky Holzapfel schlugen der Schulleitung vor, ein Ehemaligentreffen Ende Juni 1993 unter dem Motto "Man sieht sich…" zu organisieren. Der Erfolg dieser Veranstaltung war groß, und seitdem treffen sich in jedem Jahr am letzten Sonnabend im Juni Hunderte von ehemaligen Absolventinnen und Absolventen zum ROSSTHALTREFFEN.
Mit dem Ende des Schuljahres 1992/93 ist es soweit. Die drei letzten Klassen der Berufsausbildung mit Abitur werden verabschiedet. Die Jugendlichen hatten Lehrverträge, also waren sie Lehrlinge. Das machte die Ausbildung kompliziert, so konnte das Gut Pesterwitz z. B. nicht mehr seine Aufgaben bzgl. der Ausbildung erfüllen. Der Geschäftsführer der Vorgebirgsmilch - und Schlachtvieh - Genossenschaft Rippien und neuer Präsident des Sächsischen Bauernverbandes Frank Rentzsch half insofern, dass ein großer Teil der 46 Lehrlinge in seiner Genossenschaft die Lehre erfolgreich abschließen konnten. Mit ein wenig Wehmut verabschiedeten wir aus den drei Klassen:
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A3a: Michael Claus, Sven Ehrlich, Elke Fiedler, Steffen Fiedler, Manuela Friedrich, Adriane Fissel, Alexander Hentzschel, Margret Jahn, Kathrin Kleint, Sven Kockisch, Manuela Kröbel, Kai Roßberg, Mario Roszyk, Ingo Rietzschel, Kai Schwermer, Pia Struß, Jacqueline Thomas, Gunnar Tschipke, Christiane Walde. |
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A3b: Ute Bader, Gernot Buchwald, Astrid Donath, Heiko Eberth, Maja Fricke, Dorit Gottschalk, Karsten Handmann, Silke Herrlich, Lydia Merzdorf, Heiko Mückel, Solveig Rüthrich, Jörg Schwarze, Holm Winkler. |
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A3c: Thomas Aschmann, Bela Belafi, Thomas Goltzsch, Diana Henze, Jens Hoferichter, André Hofmann, Kerstin Kramer, Jörg Michel, Sven Michel, Susanne Schönert, Sven Schönwälder, Kai Schober, Anja Tummerer. |
28 Schülerinnen und Schüler der Klasse V 10 legten die Prüfung für den Realschulabschluss erfolgreich ab. Fast alle wechseln in die 11. Klasse unseres Agrarwissenschaftlichen Gymnasiums:
Ronny Bing, Konrad von Brück, Frank Flügel, Melanie Gaunitz, Kathleen Goltzsche, Ina Haarfeld, Yvonne Heinke, Cornelia Hesse, Michael Huhn, Heiko Jaensch, Grit Körner, Marcus Kotte, Andres Kühn, Raimund Kunath, Susanne Lindemann, Dirk Linke, Anita Lippert, Silke Merbitz, Angelika Miethe, Gabriele Pötschke, Hendrik Rausch, Daniel Seifert, Martina Steude, Kai Stoll, Jörg Udolph, Franziska Ulbricht, Toni Vieths, Anja Zarschler.
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Klassenlehrer Dr. Dieter Bartneck mit einem Teil seiner V-10-Absolventen |
Die Anzahl der Auszubildenden in der Forstwirtschaft nahm in Sachsen stark ab, so dass vom Kultusministerium festgelegt wurde, nur noch in Morgenröthe - Rautenkranz werden Landesfachklassen gebildet. Nachdem über anderthalb Jahrzehnte zweizügig Lehrlinge der Forstwirtschaft bei uns unterrichtet wurden, verabschiedeten wir nun die letzten Forstwirte. Gleichzeitig beendete Fachlehrer Ulrich Neundorf seine Tätigkeit an der Schule und wechselte in die Forstverwaltung. Die letzten Absolventen der Forstwirte:
FW3a: Sven Arnold, Jan Edler, Jens Endler, Thomas Gailat, Jan Göpfert, Marko Hänsel, Mirko Hetsch, Patrick Kempe, Jens Kretschmer, Andreas Laube, Ronny Lehmann, Falk Pippenger, Erik Renner, Jan Richter, Timo Röthig, Auriel Ulbrich.![]() |
Klassenlehrer Ulrich Neundorf mit der FW3a von 1993 |
Landwirtlehrlinge aus drei Klassen beendeten ebenfalls das erste Mal eine dreijährige Lehre. Ein Teil von ihnen wechselte mit der Bildung der Beruflichen Schulzentren während der Lehrzeit an unsere Berufsschule.
LW3a: Frank Behrendt, Marcel Buschmann, Heiko Claus, Danilo Freund, Dirk Jahnel, Gabriele Knoll, Anett Köhler, Janet Lattke, Daniel Luderer, Steffen Mader, Torsten Quosdorf, Jens Rendler, Marko Rumberg, Ilka Sachse, Nicole Schmidt, Silvio Schneider, Kathleen Schröfel, Mike Stephan, Rico Tolkendorf, Mike Trautmann, Heiko Winkler.LW3b: Sven Beyer, Sascha Bohacek, Heiko Dicke, Katrin Dittrich, Gritt Großer, Mirko Host, Jürgen Kirchner, Steffen Kreher, Mario Liebezeit, Janet Lotze, Jörg Müller, Mario Olewinski, Dana Orawetz, Sebastian Pallas, Esther Ranft, Daniela Schöbel, Sven Schubert, Tilo Ulbrich, Tobias Vogler, Jens Wiese.
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Klassenlehrerin Iris Hermann mit einem Teil der LW3b |
LW3c: Kai Bienert, Antje Bittner, Ines Dittrich, Silko Ehm, Chris Ekelmann, Ron Dandars, René Domsgen, Thomas Häusler, Michaela Müller, Kay Rentsch, Manuela Schöbel, Heiko Schurig, Anja Sicker, André Sommer, Mario Voigt, Halka Wittig, André Wolf, Heiko Wolf.
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Die Klasse LW3c mit Klassenlehrer Frank Winkler |
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Klassenlehrerin Christine Schulze verabschiedete 1993 die 15 Lehrlinge der TW3: |
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Pferdewirtlehrlinge aus Sachsen und Thüringen verabschiedete Klassenlehrer Klaus - Dieter Feuker aus unserer länderübergreifenden Fachklasse.
PW3: Frank Berger, Uta Betke, Anett Böhme, Thomas Brehmer, Jan Fischbach, Frank Fischer, Steffi Garthoff, Susanne Günther, Beatrice Heinrich, Uwe Herrmann, Aleksander Klemm, Mario Kühnel, Anja Müller, Jana Müller, Florian Panhans, Jana Plaumann, Caroline Reiber, Jörg Rudolph, Nicole Schinzel, Katrin Schlegel, Marco Schmidt, Jana Schnell, Christine Augustin, Annett Tittel, Jeanette Weymann.Sabine Richter war Klassenlehrerin der beiden Floristabsolventenklassen von 1993.
Fl3a: Grit Becker, Anja Bischoff, Antje Fischer, Silvia Franke, Katja Geißler, Michaela Hempel, Ines Henke, Jacqueline Heyne, Esther Jedamski, Gundula Klick, Viola Klömich, Jacquline Martins, Anja Mehner, Daniela Nestler, Kerstin Schreier, Manuela Thieme.Fl3b: Silke Hanke, Manuela Hantsch, Heike Körner, Annett Krause, Katrin Möbius, Maren Noack, Cornelia Peuther, Angela Pones, Simone Pfennig, Katrin Schmidt, Petra Seemann, Nicole Seifert, Janet Sonntag, Katrin Stein, Katja Wunsch, Sylvia Zetzschke.
Mit 89 Berufsschülern aus fünf Klassen verabschiedeten wir 1993 Gärtnerlehrlinge, die in den verschiedenen Fachsparten ausgebildet wurden:
Gä 3a: Katrin Bibas, Constanze Biedermann, Daniela Burkhard, Jeanett Cieslak, Thomas Hanisch, Anke Häntschel, Kerstin Hünich, Thomas Just, Ralf Mantyk, Angelika Menzel, Dana Nitsche, Heike Nitzschner, Katja Preuß, Jan Reichel, Sylvia Schöne, Daniel Schulz.
Gä 3b: Daniela Ahnert, Christoph Altmann, Annett Beier, Katy Hirsch, Simone Irmscher, Bianca Kempe, Antje Knauer, Matthias Körner, Ronny Neßmann, Stefan Nitsche, Nora Preuße, Thomas Rang, Jana Schmidt, Marcel Soblik, André Völkel, Daniel Walde, Katrin Walde.
Gä 3c: Yvonne Bärisch, Marcel Berger, Anne Gärtner, Ines Hergett, Cornelia Junghanns, Thomas Klemm, Susanne Koban, Corinna Krahl, Ina Mohr, Juliane Möve, Mirko Naß, Diana Neumann, Heike Pietsch, Marcus Reimann, Andrea Richter, Silke Richter, Anja Schuster, Daniela Suschke, Falk Zimmermann.
Gä 3d: Yvonne Baumgart, Daniel Birkner, Anett Böhme, Heike Bormann, Katrin Conrad, Susann Eisold, Ingolf Heister, Jaqueline Henschel, Heiko Kadisch, Cornelia Käseberg, Rolf Klauthe, Thomas Kubetzki, Christoph Mayer, Uwe Naumann, Ralf Osterburg, René Schreiter, Kathlen Steudte, Birte Uhlig, Mariella Weber, Annett Würkner, Katrin Zimmermann.
Gä 3e:Uwe Bell, Gunnar Berger, Daniela Domschke, Anke Fritsche, Katrin Haase, Kathleen Hiller, Ronny Kramer, Anke Kretzschmar, Andrea Krey, Karin Kühne, Sylvia Küchler, Sylvia Lantsch, Ricarda Schmorl, Volkmar Schwalbe, Denise Plaschik, André Winkel.
Das erste Mal erhielten Absolventen von Fachoberschulen im Freistaat Sachsen die "Allgemeine Fachhochschulreife" zuerkannt. Nach Abschluss der einjährigen Ausbildung und dem Ablegen der Prüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Fremdsprache (Englisch oder Russisch) und Biologie erhielten an unserer Fachoberschule - Agrarwirtschaft folgende Absolventen das Abschlusszeugnis vom Klassenlehrer Olaf Tober überreicht:
Rico Bärwald, Dirk Eger, Heiko Großmann, Kay Hönicke, Sven Jauernig, Dorit Kapiske, Monika Mählmann, Stefan Oettel, Gregor Rothfeld, Andre Scharkowski, Torsten Schefter, Gabriele Seidel, Susanne Stelzer, Heiko Strobel, Ralph Tschirner, Jan Uhlig, André Walter, Birgit Wartenberg.
Das Lehrerkollegium veränderte sich mit Beginn des Schuljahres 1993/94 nur geringfügig. Für Barbara Sohrmann war bereits am 01.01.1993 Kathrin Köhler für den Bereich Floristik gekommen. Der Fachlehrer für die Forstwirtschaft Ulrich Neundorf beendete seine Tätigkeit an unserer Schule. Ab 30.08.1993 wurde Ingrid Köstler als Mathematik - und Chemielehrerin Mitglied des Kollegiums.
Auf dem Kollegiumsfoto von 1993/94 fehlen Ute Quosdorf, Jörg Schulze, Frank Winkler und Erzieherin Kati Albinus.
Das Schuljahr 1993/94 begannen 745 Schülerinnen und Schüler in allen unseren Schularten:
| Agrarwissenschaftliches Gymnasium | 146 |
| Fachoberschule Agrarwirtschaft | 97 |
| Berufsschule Landwirt | 45 |
| Berufsschule Pferdewirt | 75 |
| Berufsschule Gärtner | 224 |
| Berufsschule Florist | 158 |
Von den 158 Floristinnen wurden ca. 50 als Umschülerinnen unterrichtet. Durch die Umstrukturierung der agrarwirtschaftlichen Betriebe war auch die Ausbildung von jungen Leuten oft gefährdet. So war die Anzahl der Tierwirtlehrlinge auf "Null" zurückgegangen, wenige Landwirte wurden ausgebildet und auch die Gartenbaubetriebe konnten nur in geringem Maße ausbilden.
Dafür stieg der Bedarf für eine Ausbildung zur "Allgemeinen Hochschulreife" bzw. "Allgemeinen Fachhochschulreife" im Bereich der Agrarwirtschaft stark an. So mussten z. B. zwei Klassen der einjährigen Fachoberschule gebildet werden.
Die Rekonstruktion des Hauses 3 in Roßthal
Mit Beginn des Jahres 1994 war die Freude bei allen Schülern, Lehrern und Freunden unseres BSZ groß. Verantwortungsvoll begann die Stadt Dresden als Schulträger die bauliche Rekonstruktion eines Teiles unserer Roßthaler Schule. Alle Vorzüge des Standortes sollten dabei nicht nur erhalten bleiben, sondern dieser ländliche Charakter, der dem Roßthaler Objekt eigen ist, sollte durch die architektonische Neugestaltung noch besser zum Ausdruck kommen.
| Anfang Februar wurden für die beiden Erweiterungsbauten des Hauses 3 der "Kutscherschuppen" und die alte Trafostation abgerissen. Am 23.02.1994 wurden die ersten Fundamente gegossen. | ![]() |
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Zunächst war geplant, dass in bestimmten Bereichen des Hauses noch unterrichtet werden kann. Am 24.02.1994 wurde entschieden, dass das Haus 3 völlig geräumt wird. Die Schüler und Lehrer "überstanden" die nächsten Monate mit unwahrscheinlich viel Enthusiasmus. Jedes kleine Zimmer im Schloss wurde genutzt, die Pkw - Garage im Haus 2 wurde zum Unterrichtszimmer umfunktioniert und ohne die Hilfe unserer Nachbarn, den Lehrerseminaren für allgemeine Gymnasien bzw. Mittelschulen, die uns immer wieder Unterrichtszimmer zur Verfügung stellten, wären die Schwierigkeiten weitaus größer gewesen. |
| Aus der Rekonstruktion wurde ein "Fastneubau". Am Tag des Richtfestes, dem 10.06.1994, war klar, dass der geplante Unterrichtsbeginn im September nicht zu realisieren war. Am 16. Dezember 1994 wurde der renovierte und erweiterte Schulbau eröffnet. Der Dezernent für allgemeine Verwaltung Wolf - Dieter Müller stellte u. a. fest, dass 4, 6 Millionen DM an Bauinvestitionen und 500 000 DM für die Ausstattung aufgewendet wurden. Mit der Fertigstellung des Hauses 3 war zunächst nur der 1. Teil der vorgesehenen Rekonstruktion in Roßthal abgeschlossen. Das bedeutete, dass unsere Außenstelle in Sporbitz weiterhin bestehen bleiben musste. |
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Drei mit unserer Schule freundschaftlich verbundene Schulleiter verfolgen aufmerksam das Geschehen: Herr Otmar Gutmann von der Bertha - von - Suttner - Schule aus Ettlingen, Herr Bernd Mätzler vom BSZ Technik und Wirtschaft aus Freital und Herr Karl - Heinz Scheibner vom BSZ Technik aus Pirna. |
| Bürgermeister Wolf - Dieter Müller zerschneidet zur Eröffnung das Band | ![]() |
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Frau Brumme und Herr Etzold erläutern dem Bürgermeister Herrn Müller, dem Referatsleiter des SMK Herrn Dr. Kuklinski, dem Amtsleiter des SVA Herrn Schulze und dem Abteilungsleiter im SVA Herrn Süß die neue Einrichtung. |
Ihren dreijährigen Berufsschulunterricht beendeten im Juli 1994:
| 4 | Landwirte |
| 10 | Pferdewirte |
| 23 | Gärtner (Obstbau) |
| 43 | Gärtner (Garten - und Landschaftsbau) |
| 16 | Gärtner (Baumschule) |
| 47 | Floristen |
Außerdem beendeten 46 Florist - Umschülerinnen ihre schulische Ausbildung bei uns.
Insgesamt 66 Jugendliche schlossen unsere Fachoberschule mit dem Erwerb der Fachhochschulreife ab. Wir verabschiedeten die Schüler der ersten zweijährigen Ausbildung:
Evelin Barth, Kati Böhm, Wulf Grunert, Norman Harras, Sylvia Hildebrandt, Hardt Hoffmann, Kati Hoffmann, Gunnar Horack, René Hünich, Ina Klose, Robert Lehmann, Andreas Martin, Manja Martineck, Ekkehard Mättig, Anke Mauksch, Silvia Neidel, Maja Poller, Susann Poppe.
Die Absolventen der beiden Klassen der einjährigen FOS - Ausbildung von 1994 waren:
FOS12La: Anja Bischoff, Anett Böhme, Claudia Böhme, Frank Fischer, Thomas Göckeritz, Dirk Gremser, Michaela Hempel, Mirko Kaulfuß, Ralf Mantyk, Jacqueline Martius, Anja Mehner, Jan Mixsa, Stefan Nitzsche, Grit Oppermann, Tino Pfefferkorn, Christoph Pröger, Evelyn Schulze, Robert Schütze, Hagen Urban, Andre Völkel, Ingo Walter.
FOS12Lb: Christof Altmann, Michael Bürger, Ines Danner, Ronny Eckart, Heike Hentze, Torsten Hertzsch, Cornelia Junghanns, Heiko Kadisch, Lars Kaule, Rena Klaus, Thomas Kühne, Silvia Lantzsch, Sylvia Lotze, Antje Miernitzak, Manfred Pallmann, Nora Preuße, Markus Reimann, Katrin Reppe, Katrin Schmidt, Sabine Schulze, Anja Sicker, Marcel Soblik, Anke Spiering, Katrin Stein, Jeanette Strehle, Falk Zimmermann.
Das erste Mal absolvierten an unserem Agrarwissenschaftlichen Gymnasium Jugendliche das sächsische Abitur erfolgreich. Im Kurssystem hatten die Schüler die Leistungskursfächer "Agrartechnik mit Biologie" und nach entsprechender Schülerwahl "Mathematik" oder "Physik" oder "Chemie" belegt. Nicht alle Schüler der beiden Anfängerklassen von 1991 hatten das notwendige Stehvermögen für den Abiturabschluss, so dass wir nach dreijähriger Ausbildungszeit verabschiedeten:
Lk Physik: Brit Bohot, Rico Heinzig, Heiko Lehmann, Michael Nuszkowski, Maria Petzold, Holger Schwalbe, Chris Streubel.
Lk Mathematik: Katja Gernreich, Iris Grunert, Conny Kahl, Mike Kühne, Jens Meißner, Daniela Petrasch, Ronny Pfeiffer,Tillman Sinz, Katja Tietz, Andreas Trute, Beate Werner.
Lk Chemie: Annegret Franz, Christiane Hertel, Sven Renger, Uta Schubert, Wolfram Steller. 
Mit Beginn des Schuljahres 1994/95 wurden die wenigen Gärtner - und Florist - Lehrlinge, die noch in der Coswiger Schule unterrichtet wurden, in unser BSZ übernommen. Damit wechselten auch die Lehrerinnen Christina Mellentin und Christa Rohloff ab dem 01.08.1994 an unsere Schule. Mit Annegret Marx begann am 12.07.1994 bei uns die erste Lehrerin, die nach neuem Recht für das Lehramt an Gymnasien (also mit 1. und 2. Staatsexamen) ausgebildet wurde. Als Englischlehrerin verstärkt sie seitdem unser Lehrerkollegium.
Auf dem Kollegiumsfoto für 1994/95 fehlen Kerstin Dick, Dr. Dieter Bartneck und Erzieher Wolfgang Horn.
Neben der Erhöhung der Anzahl der Gärtner - und Florist - Lehrlinge begann auch 1994/95 wieder eine zaghafte Steigerung bei den Landwirten. Es war sogar wieder der Bedarf für eine Tierwirtausbildung vorhanden, so dass wir eine Klasse mit 14 Schülern im 1. Lehrjahr bilden mussten.
Im Schuljahr 1994/95 erhielten 930 Jugendliche an unserer Schule Unterricht:
| Agrarwissenschaftliches Gymnasium | 157 |
| Fachoberschule Agrarwirtschaft | 104 |
| Berufsschule Landwirt | 81 |
| Berufsschule Tierwirt | 14 |
| Berufsschule Pferdewirt | 78 |
| Berufsschule Gärtner | 310 |
| Berufsschule Florist | 186 |
1994 waren 675 Jahre vergangen seit der ersten urkundlichen Erwähnung von Roßthal. Der Ortschronist von Roßthal Wolfgang Polink war der Meinung, dass dies Anlass genug sei, dieses Ereignis gebührend zu feiern. Er stand dem Festkomitee vor und viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres BSZ trugen zum Gelingen des Festes bei. In Verbindung mit unserem alljährlich stattfindenden "Tag der offenen Tür" besuchten uns viele Hunderte ehemalige Schüler und Bewohner der angrenzenden Stadtteile zu den Jubiläumsfeierlichkeiten am 08. und 09. Oktober 1994. Trotzdem wir unser neues Schulgebäude (Haus 3) noch nicht fertig präsentieren konnten, wurden alle Aktivitäten auf dem Schulgelände und vor allem im Schloss von den Besuchern begeistert aufgenommen.
Hier zwei Seiten von der Festschrift:![]() |
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1995 war wieder ein Jahr der Berufswettbewerbe. Bei den Landwirten und Gärtnern belegten unsere Lehrlinge bei den Landesentscheiden zwar vordere Plätze, aber ein Siegerplatz, der zu dem entsprechenden Bundesfinale berechtigt hätte, war nicht dabei. Wie 1993 begeisterten uns und alle Insider in der Bundesrepublik die sächsischen Pferdewirtlehrlinge beim Bundesentscheid, der wiederum im hessischen Landgestüt Dillenburg am 3. und 4. Mai stattfand. Maja Zänsler belegte in der Einzelwertung den 1. Platz und wurde somit Bundessieger im BWB Pferdewirte - Zucht und Haltung - . Und auch in der Mannschaftswertung konnte der Erfolg von 1993 wiederholt werden: Punktgleich mit Baden - Württemberg wurden Maja Zänsler, Gundel Hacker und Enrico Schöbel Bundessieger des BWB.
Öfter besuchten ausländische Delegationen unser Berufliches Schulzentrum, um diese sächsische Variante der theoretischen Ausbildung im Berufsfeld XIII (Agrarwirtschaft) kennen zu lernen. So weilte z. B. am 15.06.1995 eine sehr hochrangige Delegation aus der Dominikanischen Republik bei uns in Roßthal. Es besuchten uns u. a.:
- Herr Dr. Aybar Sanchez, Bildungsminister
- Frau Ceferina Cabrera Estévez, Staatssekretärin
- Herr Juan Bautista Pérez, Staatssekretär
- Monsignore Fabio Rivas, Bischof von Baralina
- Herr Dr. Edmund Duckwitz, Botschafter der Bundesrepublik in Santo Domingo
Die Gäste waren außerordentlich an der beruflichen Ausbildung in der Agrarwirtschaft interessiert, waren von dem neuen Schulgebäude und dessen Ausstattung sichtlich beeindruckt und hatten viel Spaß an dem doch etwas stockenden Dialog mit unseren Spanischschülern. In unserem Beruflichen Gymnasium wird seit Anfang an (1991) als einzige Schule dieser Art in Sachsen Spanisch als 2. Fremdsprache unterrichtet.
Im Ausbildungsjahr 1994/95 hatten wir keine Land - und Tierwirte im 3. Lehrjahr, so dass dementsprechend folgende Absolventen verabschiedet werden konnten:
| Agrarwissenschaftliches Gymnasium | 70 |
| Fachoberschule | 60 |
| Pferdewirte | 42 |
| Gärtner (Baumschule) | 18 |
| Gärtner (Garten - und Landschaftsbau) | 18 |
| Gärtner (Zierpflanzenbau) | 31 |
| Gärtner (Friedhofsgartenbau) | 5 |
| Floristen | 54 |
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Die Klassenlehrerin Gerlinde Drobisch mit den Absolventen der zweijährigen FOS - Ausbildung auf einem Foto in der 11.Klasse und einem Foto in der 12.Klasse
Der Klassenlehrer Klaus - Dieter Feuker mit einem Teil der Pferdewirt - Absolventen von 1995
Nach der Wende bestand der Wunsch der meisten Jugendlichen darin, dass Schulfahrten in das westliche Ausland stattfinden sollten. Unsere Lehrer engagierten und engagieren sich in dieser Hinsicht sehr, so dass seit 1995 Fahrten nach Italien, England, Schottland, Frankreich aber auch nach Spanien an unserer Schule zur Selbstverständlichkeit gehören.
Umso bemerkenswerter ist, dass im Juni 1995 unsere junge Lehrerin Annegret Marx und die ungarnerfahrenen Barbara Jähne (Erzieherin) und Bernd Jähne (Lehrer) mit einer Gruppe von Schülern dem seit 1965 mit uns verbundenem Partnergymnasium in Hajdúszoboszló einen Besuch abstatteten. Frau Marx berichtete von verschiedenen Veranstaltungen u. a.: "Die Stimmung war so überwältigend, dass ich es kaum in Worten ausdrücken kann…… ich hoffe, dass … diese Verbindung nach Ungarn nie abbricht…"
Mit Beginn 1995/96 stießen mit Anke Habich und Maria Scheel zwei Lehrerinnen zum Kollegium, die insbesondere die Bereiche der Pferdewirt - und Floristikausbildung verstärkten. Folgende Lehrerinnen und Lehrer gehörten nun zum Kollegium:
- Bartneck, Dr. Dieter
- Bartneck, Michaela
- Bernert, Heike
- Blümel, Christa
- Brumme, Margit
- Dick, Kerstin
- Dietrich, Renate
- Dittfurth, Otto
- Donat, Brigitte
- Drobisch, Gerlinde
- Ehrlich, Thomas
- Etzold, Bernd
- Feuker, Klaus - Dieter
- Habich, Anke
- Hermann, Iris
- Horstmann, Beate
- Jähne, Bernd
- Kästner, Brigitte
- Kluge, Georg
- Köhler, Kathrin
- Köstler, Ingrid
- Marx, Annegret
- Mellentin, Christina
- Möschl, Regina
- Odrich, Dieter
- Quosdorf, Ute
- Richter, Sabine
- Rohloff, Christa
- Scheel, Maria
- Schulze, Christine
- Schulze, Jörg
- Schulze, Werner
- Smylla, Herbert
- Stephan, Andrea
- Stephan, Gisa
- Stephan, Thomas
- Stockmann, Bernd
- Tober, Olaf
- Töpfer, Eva - Maria
- Torke, Katrin
- Winkler, Frank
Zum Gesamtkollegium gehörten im September 1995 weiterhin:
Erzieher:- Albinus, Kati
- Horn, Wolfgang
- Jähne, Barbara
- Stolle, Franz
- Bielß, Heidrun
- Günther, Christine
- Roßberg, Ingeborg
- Thomschke, Reinhild
- Hünich, Heinz
- Vogel, Rudolf
- Sunkimat, Monika
- Kopoczek, Regina
- Feustel, Gerda
- Heinelt, Werner
- Klar, Joachim
- Cruno, Ramona
- Ansorge, Monika
- Pögen, Helga
- Groth, Dieter
- Schimmel, André
- Ratsch, Peggy
- Albrecht, Monika
- Müller, Renate
- Zetzsche, Barbara
- Hille, Katrin
- Dummer, Marianne
- Eder, Rainer
- Müller, Klaus
Das Schuljahr 1995/96 begannen wir erstmals mit mehr als eintausend Schülern in den verschiedenen Schularten. Die 1004 Jugendlichen verteilten sich folgendermaßen:
| Agrarwissenschaftliches Gymnasium | 131 |
| Fachoberschule Agrarwirtschaft | 75 |
| Berufsschule Landwirt | 127 |
| Berufsschule Tierwirt | 33 |
| Berufsschule Pferdewirt | 72 |
| Berufsschule Gärtner | 375 |
| Berufsschule Florist | 186 |
| Berufsschule Winzer | 5 |
Im Rahmen eines "Deutsch - Amerikanisch - Israelischen Lehreraustausches" besuchten unsere Schule Lehrer aus San Francisco und Jerusalem. Unser Physik - und Informatik - Lehrer Dr. Dieter Bartneck, der unmittelbarer Teilnehmer dieses Programms war, berichtete u. a.:
"Im Februar waren die Lehrer aus Israel und Deutschland zunächst Gäste der amerikanischen Kollegen in San Francisco. Hier konnten wir das leistungsorientierte kalifornische Bildungssystem kennen lernen, … Der zweite Teil des Programms führte die Lehrer aus San Francisco und Jerusalem dann nach Dresden und Berlin. … …es waren hier die Entwicklung Deutschlands nach der Vereinigung und der Holocaust Hauptthemen der Diskussionen. Die Lehrergruppe besuchte auch unser Berufliches Schulzentrum, um sich über die Möglichkeiten der Berufsbildung in Deutschland zu informieren. … Der Besuch der deutschen und amerikanischen Lehrergruppe in Israel im Oktober gestaltete sich für mich zu einem Höhepunkt des Programms. … Während unseres Aufenthaltes bei unseren israelischen Gastkollegen im historischen Jerusalem wurden uns die großen Probleme deutlich, die bis zu einer erfolgreichen Umsetzung des Friedensprozesses im Land noch zu lösen sind. … ich hoffe, dass es mir gelingt, den Geist internationaler Verständigung an Schüler und Kollegen unserer Schule weitergeben zu können, …"
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