Home Schulgeschichte des BSZ Agrarwirtschaft 6.1 Warum diese Zwischenbilanz?

6.1 Warum diese Zwischenbilanz?

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2006

Die historische Entwicklung unserer Schule ist zum einen durch eine lebendige Tradition geprägt, zum anderen aber auch durch das Streben nach Neuem. Wichtig war und ist stets dem Moderneren, dem Besseren die Tore aufzustoßen. Es ist kein Widerspruch, wenn Traditionen mit Veränderungen verbunden werden und beide eine positive Entwicklung bewirken.

Nun gibt es zz. zwei herausragende Probleme, mit deren sich unsere Einrichtung auseinander setzen muss:

Die demografische Entwicklung wird nicht an der beruflichen Ausbildung vorbeigehen. Werden in den nächsten Jahren weiterhin nach jedem Ausbildungsjahr an unserer Schule über 500 Absolventen den erfolgreichen Abschluss feiern können? Insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern, so auch in Sachsen, nimmt die Anzahl der jährlich auszubildenden Jugendlichen enorm ab. Niemand weiß exakt vorher zu sagen, inwieweit die Entwicklung sich auf die Berufsfelder bzw. verschiedenen beruflichen Schularten auswirken wird. Mit einem Rückgang der Schülerzahlen ist zu rechnen und dementsprechend muss eine Ausbildungsstätte darauf eingestellt werden.

Nach der politischen Wende 1990 entwickelten wir eine neue Struktur der beruflichen Schulausbildung in Sachsen. Mit der Gründung des Beruflichen Schulzentrums für Agrarwirtschaft "Justus von Liebig" im Jahr 1992 wurde in Dresden die bereits über viele Jahrzehnte andauernde Tradition der agrarwirtschaftlichen Ausbildung (sowohl in der Landwirtschaft als auch im Gartenbau) weitergeführt. Von der Schulleitung wurde gemeinsam mit dem Lehrerkollegium ein Berufliches Gymnasium, eine Fachoberschule und eine Berufsschule mit den wichtigsten "Grünen Berufen" entwickelt. Von Anfang an arbeiteten der Schulleiter Bernd Etzold und der stellv. Schulleiter Werner Schulze gemeinsam am Aufbau des BSZ und heute lernen über 1500 Jugendliche in den beiden Standorten Dresden - Roßthal und Dresden - Sporbitz. Nun ist jedoch die Zeit gekommen, dass beide Mitarbeiter der Schulleitung in den Ruhestand gehen und damit ihren aktiven Dienst beenden werden. Herr Bernd Etzold wird am Ende des Schuljahres 2005/2006 seine Tätigkeit beenden und Herr Werner Schulze wird das BSZ im Schuljahr 2006/2007 als Schulleiter führen und dann ebenfalls in den Ruhestand treten.

Als Schlussfolgerung ergibt sich, dass ein Stand erreicht ist, bei dem man auf das Erreichte mit Stolz blicken kann. Die fachliche Substanz, das Wohlfühlen der Jugendlichen in unserer Einrichtung, das geschaffene Ambiente (insbesondere in Roßthal), alles das Gute, was geschaffen wurde, muss bewahrt und vieles behutsam weiter entwickelt werden.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, dem 08. März 2011 um 08:16 Uhr